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Komponenten zur Durchflusssteuerung in Medizinprodukten: Klemmen, Clips, Hähne und Verteiler im Detail

Aug 10
4 min read

Das Flüssigkeitsmanagement spielt eine zentrale Rolle in vielen Medizinprodukten und Einwegsystemen, die in Krankenhäusern, Laboren und Kliniken eingesetzt werden. Von der Infusionstherapie über die Dialyse bis hin zu Diagnosegeräten ist eine zuverlässige Kontrolle des Flüssigkeitsflusses unerlässlich für einen sicheren und effizienten Gerätebetrieb. Eine Vielzahl von Komponenten wird verwendet, um den Flüssigkeitsfluss in medizinischen Schlauchsystemen zu regulieren, zu lenken oder zu sichern. Zu den gängigsten gehören Klemmen, Clips, Hähne und Verteiler, die jeweils für spezifische Funktionen innerhalb eines Flüssigkeitsmanagementsystems entwickelt wurden. Das Verständnis der Unterschiede zwischen diesen Komponenten hilft Geräteentwicklern, die optimale Lösung für ihre Anwendung auszuwählen.


Klemmen für medizinische Schläuche


Klemmen werden häufig in medizinischen Einwegprodukten eingesetzt, um den Flüssigkeitsfluss in flexiblen Schläuchen zu kontrollieren, einzuschränken oder zu stoppen. Es gibt verschiedene Typen, die sich hinsichtlich Kontrolle, Ergonomie und Kosten unterscheiden.


Schiebeklemmen


Schiebeklemmen gehören zu den einfachsten und kostengünstigsten Optionen. Ihre Hauptmerkmale sind:

  • Erhältlich in offener oder geschlossener Ausführung

  • Bedienung mit beiden Händen beim Öffnen und Schließen

  • Einfaches Design und niedrige Herstellungskosten


Im Promepla-Komponentenkatalog sind Schiebeklemmen für Rohrdurchmesser von 2,0 mm bis 12 mm erhältlich.



Klemmschellen


Klemmschellen bieten im Vergleich zu Schiebeschellen eine verbesserte Ergonomie, da sie in der Regel einhändig bedient werden können. Sie sind üblicherweise in verschiedenen Größen erhältlich:


  • Mikro: 1,0 – 2,0 mm

  • Klein: 2,0 – 4,1 mm

  • Mittel: 3,0 – 5,5 mm

  • Groß: 5,5 – 6,8 mm


Klemmschellen können mit verschiedenen Betriebsarten ausgeführt werden:


  • Ein/Aus-Schellen zur einfachen Durchflussregelung


  • Mehrstufige Klemmen mit 2, 6 oder 12 Positionen zur Einstellung der Durchflussmengen















  • Offene Klemmschellen sind ebenfalls erhältlich. Bei dieser Ausführung wird die Klemme offen geliefert und kann während der Montage am Rohr befestigt werden, ohne dass das Rohr durch die Klemme geführt werden muss. Dies vereinfacht und beschleunigt den Montageprozess erheblich, insbesondere in der Serienfertigung, wo Rohrsätze mehrere Komponenten enthalten. Ein weiterer Vorteil offener Ausführungen besteht darin, dass die Klemme bei einem Defekt oder einer Fehlfunktion während der Montage ausgetauscht werden kann, ohne dass der gesamte Rohrsatz entsorgt werden muss. Diese Flexibilität trägt zur Steigerung der Fertigungseffizienz und zur Reduzierung von Materialverschwendung in der Produktion bei.



Rollenklemmen


Rollenklemmen werden häufig in Infusions- und IV-Systemen eingesetzt. Sie ermöglichen es medizinischem Fachpersonal, die Durchflussrate einer Flüssigkeit schrittweise anzupassen, typischerweise durch Überwachung der Tropfgeschwindigkeit in einer Tropfkammer. Das Funktionsprinzip ist einfach:


  • Rolle bewegt sich nach oben → Schlauch öffnet sich → Durchfluss erhöht sich

  • Rolle bewegt sich nach unten → Schlauch wird komprimiert → Durchfluss verringert sich


Rollenklemmen bestehen aus zwei Komponenten, dem Korpus und dem Rollenrad, die in verschiedenen Farbkombinationen erhältlich sind. Sie sind mit und ohne Schlauchklemme verfügbar.



Nicht wiederverschließbare Klemmen


Für manche Anwendungen werden Klemmen benötigt, die nach dem Schließen nicht wieder geöffnet werden können. Diese nicht wiederverschließbaren Klemmen, wie beispielsweise Nabelschnurklemmen, sind für den Einmalgebrauch konzipiert, wenn ein dauerhafter Verschluss erforderlich ist.


Zusätzliches Zubehör für das Durchflussmanagement


Neben Klemmen werden verschiedene weitere Zubehörteile zur Unterstützung von Fluidsteuerungssystemen verwendet.


  • Durchflussregler


Durchflussregler dienen der präziseren Steuerung des Flüssigkeitsdurchflusses in Rohrleitungssystemen als einfache Klemmen.


  • Durchflussanzeiger


    Durchflussanzeiger zeigen visuell an, ob Flüssigkeit durch eine Leitung fließt. Sie liefern jedoch in der Regel keine quantitative Messung der Durchflussrate, wofür zusätzliche Messgeräte erforderlich sind.


  • Ein-/Ausschalter


Ein-/Ausschalter oder ventilbasierte Unterbrecher können in Fluidsysteme integriert werden, um den Flüssigkeitsfluss schnell zu starten oder zu stoppen.


Klemmen und Schlauchzubehör


Verschiedene Klemmen dienen zur Befestigung von Schläuchen oder zur Organisation von Fluidmanagementsystemen. Beispiele hierfür sind:


  • Drehklemmen für Heparinleitungen und Kabelbinder zum Verbinden zweier Leitungen.



  • Riemen für Verbinder oder Kappen



  • Schlauchabrollerklemmen



  • Beutelaufhänger, die zum Aufhängen von Flüssigkeitsbeuteln in medizinischen Einrichtungen verwendet werden.



Dieses Zubehör trägt zur Verbesserung der Systemorganisation und Benutzerfreundlichkeit im klinischen Umfeld bei.


  • Hähne: Steuerung des Flüssigkeitsflusses


Hähne sind Schlüsselkomponenten vieler medizinischer Flüssigkeitssysteme. Sie ermöglichen es medizinischem Fachpersonal, den Flüssigkeitsfluss zwischen mehreren Schläuchen zu steuern, zu mischen oder zu stoppen.


Die Funktionsweise von Dreiwegehähnen


Die Anzahl der „Wege“ in einem Dreiwegehahn bezieht sich auf die möglichen Durchflusspfade und nicht auf die Anzahl der Anschlüsse. Die meisten Dreiwegehähne haben zwei oder drei Anschlüsse, ihre interne Konstruktion ermöglicht jedoch verschiedene Konfigurationen der Flüssigkeitsführung:


  • Einwegehahn – 2 Anschlüsse, 90°-Drehung


  • Einweg-Absperrhahn – 2 Anschlüsse, 360°-Drehung



  • 2-Wege-Absperrhahn – 3 Anschlüsse, 90°-Drehung


  • Dreiwegehahn – 3 Anschlüsse, 180°-Drehung



  • 4-way stopcock – 3 ports, 360° rotation



Eine geschlossene Position ist typischerweise erreicht, wenn der Griff in einem Winkel von 45° steht und somit alle Durchflusswege blockiert sind.


Absperrhahngriffe


Zwei Hauptgriffformen sind gebräuchlich:


  • EIN-Griff: drei Arme, die die drei geschlossenen Durchflusswege anzeigen.


  • AUS-Griff: Ein Arm zeigt den offenen Durchflussweg an.



Diese visuellen Hinweise helfen Anwendern, die Durchflusskonfiguration schnell zu erkennen.


Durchmesser, Materialien und Fertigung


Der Innendurchmesser kann je nach Hersteller und Produktreihe variieren und beeinflusst Durchflussmenge und maximale Druckfestigkeit. Einige Absperrhähne, wie z. B. die von A. Hopf, sind für Kanäle mit hohem Durchfluss ausgelegt. Typische Materialien sind:


  • Polycarbonat (PC)

  • Tritanâ„¢-Copolyester

  • Polysulfon (PSU)


Griffe werden häufig aus Polyethylen hoher Dichte (PEHD) gefertigt. Bei der Herstellung bestimmter medizinischer Komponenten, darunter auch Hähne aus Polycarbonat mit Schlauchanschluss, ist das Glühen ein wichtiger Produktionsschritt, da es die Zuverlässigkeit erhöht. Glühen ist ein kontrollierter Wärmeprozess, der dazu dient, beim Spritzgießen entstehende innere Spannungen abzubauen. Diese Spannungen können andernfalls das Risiko von Spannungsrisskorrosion erhöhen, insbesondere wenn die Komponenten während des Schlauchanschlusses aggressiven Lösungsmitteln ausgesetzt sind. Durch die Stabilisierung der Materialstruktur trägt das Glühen zur Verbesserung der Haltbarkeit und der langfristigen Leistungskonstanz bei.


Verteiler in Fluidmanagementsystemen


Verteiler sind Mehrkanalkomponenten zur Verteilung von Fluiden auf mehrere Leitungen. Üblicherweise sind zwei Standardkonfigurationen verfügbar:


  • Alle Luer-Anschlüsse (weiblich)


  • Rechtsseitig drehbarer Luer-Stecker



Verteiler sind erhältlich:

  • Mit oder ohne Kappen

  • In verschiedenen Farben

  • Mit zwei bis fünf Griffen



Im Gegensatz zu Standardverbindern sind Verteiler oft teilkundenspezifische Bauteile und daher selten lagernd. Ihre endgültige Konfiguration kann je nach benötigten Volumen und anwendungsspezifischen Anforderungen variieren.


Auswahl der richtigen Komponenten für das Durchflussmanagement


Für ein zuverlässiges Flüssigkeitsmanagementsystem ist die sorgfältige Auswahl der passenden Komponenten unerlässlich. Dabei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:


  • Schlauchdurchmesser und -materialien

  • Erforderliche Durchflussregelungsgenauigkeit

  • Druck- und Kompatibilitätsanforderungen

  • Benutzerfreundlichkeit für medizinisches Fachpersonal

  • Montage- und Fertigungsaspekte


Von einfachen Klemmen bis hin zu komplexen Verteilern tragen diese Komponenten zur Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit von Medizinprodukten mit Flüssigkeitstransfer bei. Das Team von Promepla unterstützt Hersteller von Medizinprodukten bei der Auswahl der optimalen Komponenten für ihre Anwendungen. Wenn Sie bereits konkrete Anforderungen haben, können Sie unseren Komponentenkatalog durchstöbern und Produktmuster anfordern.

 
 
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